Eröffnung des Steinitzhof

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Drebkau/Steinitz. Wenn man sich den nun vollständig sanierten Drei-Seiten-Hof in der Steinitzer Dorfstraße ansieht, kann einem schon das viel zitierte, alte deutsche Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut“ in den Sinn kommen. Erste Planungen gab es bereits kurz nach der Jahrtausendwende. Ab 2004 wurde dann zielstrebiger, aber unter sich laufend ändernden Prämissen, an der Umsetzung des Projektes gearbeitet. Hauptproblem war - neben der Finanzierung - vor allem, eine vernünftige Lösung für die spätere Nutzung zu finden. Eine rund 100 Seelen-Gemeinde kann sich aus vielerlei Gründen kein Gemeindezentrum mit ca. 500 m² Raumfläche leisten. Mit der Aufnahme des Projektes in die Gesamtmaßnahme „Touristische Entwicklung des nördlichen Randes des Tagebaus Welzow-Süd“, deren Umsetzung im Oktober 2005 von den Drebkauer Stadtverordneten beschlossen wurde und die von einer Bürgerinitiative unterstützt wird, kam es zu konkreten Ansätzen. Ziel des inzwischen aus fünf Teilobjekten bestehenden Großvorhabens ist, eine Qualitätsverbesserung des Umfeldes der über viele Jahre vom Bergbau betroffenen Bürger bei Sicherung einer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit durch die Entwicklung eines sanften Tourismus auf den Weg zu bringen. So fand das Projekt seine Einordnung in den Investitionsplan der Stadt Drebkau. Die für die Realisierung beantragten Fördermittel wurden über den EU-Fördertopf für die Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) bewilligt. Die Vattenfall Europe Mining AG unterstützte die Kommune dabei mit der Finanzierung erforderlicher Planungen und der Übernahme von nicht förderfähigen Kosten. Jetzt soll sich der Steinitzhof als Sozial-kulturelles Integrationsprojekt und Mittelpunkt des Kulturparks Steinitz mit seinen touristischen Attraktionen Aussichtsplattform „Steinitzer Treppe“, Findlingslabyrinth, Görigker See, Feldsteinkirche und KultUrwald etablieren. Fürs Erste hat sich aus allen unter dem Dach dieses Projektes agierenden Akteuren eine Interessengemeinschaft gegründet. Die Ortsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr, der Ortsvorsteher, der sein Büro im Steinitzhof hat, die Frauensportgruppe, der Dorfclub Steinitzer Alpen, die BergbauLandschaftTours, der für eine gute Versorgung zuständige Gastronom, die Billard- und Skatspieler, die Rentnergruppe sind in dieser Vereinigung vertreten. Durch die Nutzung des Hauses B mit seinem Begegnungsraum für ca. 80 Personen als Inklusive Information soll die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Betreibens geschaffen werden. Mit einer Veranstaltungstechnik, die Blinden und Sehbehinderten wie auch Gehörlosen und Schwerhörigen die Teilhabe an Informationsveranstaltungen, Filmabenden und Ähnlichem ermöglicht, die Bereitstellung der Räumlichkeit für Betriebe, Insti­tutionen, besonders aus dem Behindertenbereich, soll sich – verbunden mit einem touristischen, ­besonders auf Bergbau, Bergbaufolge und Region bezogenen Rahmenprogramm – eine Einnahmequelle entwickeln. Durch das Wachsen des Kulturparks Steinitz werden sich die Angebote qualitativ und quantitativ erweitern. Das ganze Areal des Steinitzhofs ist weitgehend barrierefrei, mit Sanitäreinrichtungen für mobilitätseingeschränkte Menschen ausgestattet und somit auch im weitesten Sinne senioren- und familienfreundlich. Natürlich werden hier auch private Feiern, Ausstellungen, Kleinkunstveranstaltungen, Public Viewing, Dorfkino, Tanzabende und Vieles mehr stattfinden. In Verbindung mit der Festwiese wird es auch weiterhin solche Großveranstaltungen, wie den Steinitzer Bergmannstag und die Mountainbiker- und Radlertage, geben. Zur Eröffnung am 15. Dezember waren der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger, der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Jürgen Dusel und Landrat Harald Altekrüger anwesend. Die Veranstaltung, zu der natürlich alle Bürger der Stadt Drebkau eingeladen waren, war ein voller Erfolg.bt

Kultur

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